Der Bestand ist trotz Normenwechsel gerettet


Ausführungsgenehmigungen für Fliegende Bauten können trotz Änderung der technischen Baubestimmungen verlängert werden.
Durch die Ablösung der DIN 4112 „Fliegende Bauten“ durch dieDIN EN 13814 „Fliegende Bauten und Anlagen für Veranstaltungsplätze und Vergnügungsparks–Sicherheit“, in den Listen der technischen Baubestimmungen der Bundesländer, welche im Laufe des Jahres 2012 flächendeckend erfolgte, sind die zeitlich befristetenAusführungsgenehmigungen für fliegende Bauten, insbesondere für genehmigungspflichtige Bühnendächer, in vielen Fällen nicht verlängerbar.
Fliegende Bauten müssen zur Verlängerung der Ausführungsgenehmigung dem aktuellen Stand der Technik entsprechen. Dieser wird in der Musterliste der technischen Baubestimmungen durch die darin enthaltenen Normen festgelegt. Diese Musterliste wird von der Fachkommission Bautechnik der Bauministerkonferenz erarbeitet und vom Deutschen Institut für Bautechnik zur bauaufsichtlichen Einführung in den Bundesländern vorbereitet und veröffentlicht.
Die neue Norm verlangt u.a. deutlich höhere Windlastansätze, was zu neuen Nachweisen und zu Verstärkungsmaßnahmen der bestehenden Konstruktionen führt.
Da diese Änderungen teilweise zu unbilligen Härten für die Betreiber und zu einer nicht zu bewältigenden Aufgabe für die Prüf-und Genehmigungsstellen führen würde, hat die Fachkommission Bauaufsicht der Bauministerkonferenz den Arbeitskreis Fliegende Bauten beauftragt, Entscheidungshilfen für die Genehmigungsstellen für Fliegende Bauten zu erarbeiten, welche die Verlängerung bestehender Ausführungsgenehmigungen ohne zusätzliche Nachweise und Konstruktionsänderungen ermöglicht.
Auf der 293. Sitzung der Fachkommission Bauaufsicht im Februar 2013 wurden die Entscheidungshilfen bestätigt und zur bauaufsichtlichen Umsetzung in den Bundesländern zum 01.03.2013 freigegeben.
Für bestehende genehmigungspflichtige Bühnendächer mit gültiger Ausführungsgenehmigung kann die Verlängerung unter folgenden Auflagen erfolgen:
- Die Genehmigung wird auf Aufstellorte in denWindzonen1, 2 und 3 nach DIN EN 1991-1-4/NA:2010-12 beschränkt. Somit sind Aufstellorte in der Windzone 4 von der Genehmigung ausgenommen.
- Ab einer Böenwindgeschwindigkeit von mehr als v = 15 m/s muss der Betrieb des Fliegenden Baus eingestellt und der Fliegende Bau in den Zustand „außer Betrieb“ gebracht worden sein.
- Soweit Einhängelasten in der Überdachungskonstruktion in der statischen Berechnung als Einzel-und/oder Streckenlastennicht berücksichtigt und zeichnerisch dargestellt sind, wird das Einbringen von Lasten (z.B. Licht-und Tonanlagen) untersagt.
- Für Bühnen mit besonderen Dachformen sind die Lastannahmen für die statische Berechnung, insbesondere die gewählten aerodynamischen Beiwerte, mit den Ansätzen nach DIN EN 1991-1-4:2010-12 Ziffer 7.2.8 abzugleichen. Diese Norm enthält z. B. aerodynamische Beiwerte für gekrümmte Dächer und Kuppeln. Gegebenenfalls sind die statischen Berechnungen vor der Verlängerung der Ausführungsgenehmigung zu ergänzen.
Somit gilt für „herkömmliche“ Dachformen wie Giebel und Pultdächer, dass die Aufstellorte ggfls. begrenzt werden und die Betriebswindgeschwindigkeit herabgesetzt wird.
Die Genehmigungen für gebogene Dachformen können höchstwahrscheinlich nicht ohne zusätzliche Nachweise verlängert werden.
Den vollständigen Text der Entscheidungshilfenzu Bühnendächernfinden Sie unter www.igvw.de
Dipl.-Ing. Matthias Moeller
DTHG Vorstandsbeauftragter für Rigging und Fliegende Bauten

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SQP1 und SQP2 in überarbeiteter Übersetzung

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